UnterrichtWesentliche Inhalte meines Unterrichts sindTonbildung: Es heißt "Der Ton macht die Musik". Der Instrumentalklang ist die Seele des Spiels. Um unseren persönlichen Sound zu entwickeln, müssen wir uns selbst zuhören. Wenn wir die Veränderungen des Klangs wahrnehmen und uns die Empfindungen unserer Mund-Muskulatur, der Berührung von Unterlippe und Mundstück und der Atemspannung und des Atemflusses in unserem Körper registrieren, entwickeln wir ein Gedächtnis dafür, wie sich unsere Töne anfühlen. Wenn wir unseren eigenen Klang entwickeln, dann werden uns auch unsere Zuhörer als Musikpersönlichkeiten wahrnehmen. Und sie werden für sich entscheiden, ob unsere Stimme ihnen gut tut oder nicht. Improvisation: Es gibt auch in meinem Freundeskreis einige bemitleidenswerte Menschen, die nicht ohne Noten spielen können. Sie haben Angst davor, als ginge es hier um den freien Fall, und sie leiden auch selbst darunter. Die Seele der Improvisation ist das Lauschen. Erst, wenn wir uns und unseren Mitspielern wirklich zuhören, können wir in Kontakt treten und einen gemeinsamen Klangkörper schaffen. Deshalb ist Improvisation nicht nur wichtig für Improvisateure, sondern auch für die Musiker, die überwiegend komponierte Stücke spielen. Nicht üben: Wir sollten in jeder Phase der Auseinandersetzung mit einem Musikstück Musik machen. Selbst wenn wir es im halben Tempo spielen, sollte der Ausdruck integraler Teil unseres Schaffens sein. Wir sind Musiker, um Musik zu machen, nicht um zu üben. Eine der fatalsten Arbeitsweisen ist, Musikstücke erst einmal technisch zu erarbeiten, um dem Ergebnis dieser Anstrengungen anschließend den musikalischen Ausdruck aufzupfropfen. Leider hört sich diese Musik dann auch so an. Ich habe Musiker mit brillanter Technik gehört, ohne in mir eine Resonanz zu spüren. Bühnenpräsenz: Wenn wir vor ein Publikum treten - selbst wenn es die liebe Verwandtschaft ist - , dann müssen wir uns unserer Bühnenexistenz bewusst sein. Privatheit auf der Bühne kann jeden Auftritt zerstören. Wir wollen die Menschen jenseits der Rampe erreichen, und wir müssen diese Menschen auch wahrnehmen. Meistens sind die auf der Bühne in der Minderheit. Das Publikum hat eine starke Energie. Wenn wir diese in Bewegung bringen, dann können wir einen guten Auftritt machen. Die Menschen im Publikum hören uns nicht nur, sie sehen uns auch. Und alles, was wir tun, hat eine Wirkung auf das Publikum. Stille: "Dies war die Symphonie....von Mozart. Die anschließende Stille war auch von ihm", habe ich einmal gehört. Es gibt eine Stille vor der Musik, nach der Musik und während der Musik. Die Musik kommt aus der Stille, nicht aus dem Lärm. Notenstudium: Es ist nicht immer erforderlich, Noten lesen zu können, aber es ist ungemein praktisch. Noch praktischer ist es, vom Blatt spielen zu können. Vom-Blatt-spielen lernt man nur durch Vom-Blatt-spielen. Klassik, Jazz, Blues, Rock, Fusion: Ich habe eine klassische Ausbildung durchlaufen, aber ich habe schon als Kind zu improvisieren begonnen. Diese unterschiedlichen Musik-Genres können sich gegenseitig befruchten. Welches Genre im Mittelpunkt des Unterrichtes steht, entscheiden Sie selbst. |
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