Musik für QuerflöteDie Auswahl an Solo-Werken für Querflöte in der klassischen Musik ist bis zum Ende des 19. Jahrhunderts vergleichsweise mager.Ich denke noch heute mit Schrecken an Kuhlau, Stamitz, Friedrich d. Großen, Quantz, Fürstenau und andere Verzichtbarkeiten. Kein Wunder, dass ich mit 14 Jahren übergangslos zum Free Jazz übergehn wollte. Aber ich will die Sache positiv sehen. Im Vergleich zu Kontrabass, Ukulele und Glasharfe stehen wir Flötisten noch gut da. Man muss halt das Beste aus seinem Schicksal machen. Und wenn man an die Dürrezeit der Klassik und Romantik denkt, fühlt man sich als Flötist durch die Barockzeit schon wieder reich beschenkt, vor allem durch Vivaldi. Im Vergleich zu Klavier und Violine sieht es dann aber wieder finster aus. Selbst die besseren Flötenwerke verblassen häufig neben anderen Werken ihrer Komponisten. Was zählen Bachs Flötensonaten im Vergleich zu seinen Kantaten, Oratorien, Cembalo- und Orgelwerken? Hingegen können sich Vivaldis Flötenkonzerten neben seinen Violinkonzerten durchaus sehen lassen. Beethoven hat kein bemerkenswertes Werk für Flöte geschrieben. Und in der Romantik gibt es Schubert mit einem und Reineke mit 2 oder 3 Werken und dann noch irgendwen, den man händeringend gesucht und schließlich auch gefunden hat (ich habe den Namen, den ich vorher noch nie gehört hatte, aber wieder vergessen). Die meisten Kompositionen sind dann auch als Auftragswerke entstanden. Mozarts verkaufte das D-Dur-Konzert für Flöte KV 314 dann gleich noch einmal als C-Dur-Konzert für Oboe KV 314 gibt (oder umgekehrt). Dann kamen endlich die Franzosen. Und in der Moderne haben dann doch einige auch namhafte Komponisten die Querflöte als Solo-Instrument entdeckt. Hier sind meine persönlichen Best of aus Barock, Klassik, Romantik und Moderne:
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